Die unbeliebtesten Geschenke nach Bundesland – und was wirklich dahintersteckt
Aktuelle repräsentative Umfragen zeigen klar, welche Geschenkarten viele Menschen als langweilig, unangenehm oder schlicht unpassend empfinden. Von Unterwäsche über Küchenmaschinen bis hin zu überteuerten Elektronikgeräten: Die großen Flops ähneln sich quer durchs Land. Dieser Artikel analysiert die Daten, zeigt die bundesweiten Top-Flops und ordnet sie augenzwinkernd den deutschen Bundesländern zu.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
- Unterwäsche und Socken gehören zu den meistgenannten Negativ-Geschenken in Deutschland
- Nur etwa 5% planen, Küchengeräte oder Werkzeuge zu verschenken – zu funktional, zu wenig emotional
- Selbstgebasteltes von Erwachsenen wird besonders von Männern kritisch gesehen
- Alkoholische Getränke gelten vor allem bei Frauen als unangenehmes Geschenk
- Teure Elektronik (Smartphones, Tablets) liegt mit nur 6-7% Verschenk-Bereitschaft weit hinten
Warum Geschenk-Flops überall ähnlich sind
In den letzten ein bis zwei Jahren sind mehrere repräsentative Umfragen zu Weihnachtsgeschenken erschienen, die sehr deutlich zeigen: Die großen Geschenk-Katastrophen sind bundesweit nahezu identisch. Ob in München, Hamburg oder Dresden – die gleichen Geschenkkategorien landen auf den hinteren Plätzen der Beliebtheitsskala.
Diese Studien erfassen Deutschland als Ganzes und liefern kaum echte Unterschiede nach Bundesland. Das liegt vor allem daran, dass Geschmack und Vorlieben bei Geschenken weniger von der geografischen Herkunft abhängen als von persönlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Lebenssituation und individuellen Vorlieben.
Die harten Fakten: Deutschlands Geschenk-Flops im Detail
Mehrere unabhängige Befragungen zeigen ein klares Bild davon, welche Geschenke Menschen ungern bekommen oder verschenken. Daraus entsteht eine bundesweite „No-Go-Liste“ mit wiederkehrenden Problemkategorien.
1. Unterwäsche und Socken
In einer Statista/YouGov-Umfrage zu den „langweiligsten, schlimmsten und unangenehmsten Weihnachtsgeschenken“ zählen Unterwäsche und Socken zu den am häufigsten genannten Negativ-Geschenken.
Das Problem: Viele Befragte empfinden sie als zu intim, zu lieblos und vor allem als kreatives Minimum. Socken stehen sinnbildlich für das Standard-Verlegenheitsgeschenk – eine Art symbolische Kapitulation vor der Herausforderung, etwas wirklich Passendes zu finden.
2. Alkoholische Getränke
Alkohol landet in der gleichen Umfrage regelmäßig auf den hinteren Plätzen der Wunschlisten. Besonders Frauen sehen Wein oder Spirituosen eher als „unangenehm“ denn als Wertschätzung.
Das Problem: Der symbolische „Edeltropfen“ kollidiert schnell mit Lebensstil, Gesundheitsbewusstsein oder persönlichen Werten der Beschenkten. Was für den einen ein Genuss ist, kann für den anderen ein ungewolltes Statement sein.
3. Selbstgebasteltes von Erwachsenen
An Geschenken, die Erwachsene selbst basteln, scheiden sich die Geister. Besonders Männer nennen sie überdurchschnittlich oft als etwas, auf das sie gut verzichten könnten.
Das Problem: Das wirkt schnell nach „Zeit statt Budget“, aber nicht unbedingt nach einem Geschenk, das den Geschmack des Gegenübers trifft. Ausnahme: Selbstgemachtes von Kindern wird hingegen fast immer geschätzt.
4. Küchengeräte und Koch-Sets
In aktuellen Rankings der beliebtesten Geschenkideen schaffen es Küchenartikel nur auf einen der letzten Plätze. Rund 5% der Befragten planen überhaupt, so etwas zu verschenken.
Das Problem: Funktional, ja – aber emotional ein Totalausfall. Für viele wirkt eine Küchenmaschine eher wie eine Haushaltsinvestition als ein Geschenk, das Freude bereitet.
5. Werkzeuge und Heimwerkerbedarf
Genauso schlecht schneiden Werkzeuge und Heimwerkerbedarf ab, ebenfalls mit nur etwa 5% Verschenk-Bereitschaft.
Das Problem: Sie stehen ähnlich wie Küchenartikel für „Arbeit, To-do-Liste und Projekte“, nicht für Freude oder Entspannung. Ein Akkuschrauber zum Fest der Liebe? Eher suboptimal.
6. Sportartikel und Sportzubehör
Sportprodukte liegen mit etwa 6% eher im unteren Beliebtheitsbereich der geplanten Geschenke.
Das Problem: Größen, Leistungsniveau, Design und persönliche Vorlieben sind extrem schwer zu treffen. Das Risiko des Fehlkaufs ist entsprechend hoch – und Umtausch bei Sportartikeln oft kompliziert.
7. Reisen und Reisegutscheine
Reisegeschenke kommen bei nur etwa 6% der Befragten überhaupt als Geschenkoption vor, obwohl sie emotional klingende Erlebnisse versprechen.
Das Problem: Hohe Kosten, Terminstress, unterschiedliche Erwartungen und die Schwierigkeit, den Geschmack des Beschenkten zu treffen, machen sie zu einem riskanten Geschenk. Die Idee klingt romantisch, die Realität ist organisatorisch oft frustrierend.
8. Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik
Unterhaltungselektronik wie TV-Geräte oder Lautsprecher planen nur etwa 6% als Geschenk ein. Computer, Tablets und Smartphones kommen auf etwa 7%.
Das Problem: Technik ist teuer, kurzlebig und oft zu spezifisch. Wer das falsche Modell, die falsche Größe oder die falsche Ausstattung kauft, schenkt Frust statt Freude. Zudem sind technische Präferenzen sehr individuell.
Die Bundesländer-„Landkarte der Fettnäpfchen“
| Bundesland | Typisches „No-Go-Geschenk“ | Warum das schiefgeht |
|---|---|---|
| Bayern | Küchenmaschine & Koch-Set | Küchengeräte gehören bundesweit zu den unbeliebtesten Geschenkideen: nur rund 5% halten sie überhaupt für geschenkgeeignet. Zu funktional, zu wenig „Fest der Freude“. |
| Baden-Württemberg | Werkzeugkoffer | Heimwerkerbedarf landet mit ca. 5% Verschenk-Bereitschaft am Tabellenende – zu funktional, zu wenig emotionaler Mehrwert. |
| Berlin | Selbstgebasteltes von Erwachsenen | Selbstgemachtes von Erwachsenen wird besonders von Männern häufig als langweilig oder unangenehm bewertet. Hohes Cringe-Potenzial. |
| Brandenburg | Sportartikel | Nur etwa 6% der Deutschen wollen Sportartikel verschenken – zu riskant bei Größe, Stil und individueller Motivation. |
| Bremen | Reise-Gutschein | Reisen kommen ebenfalls nur auf rund 6% – die Kombination aus Kosten, Terminabstimmung und unterschiedlichen Erwartungen schreckt viele ab. |
| Hamburg | „Edler“ Alkohol | Alkoholische Getränke gelten in Umfragen oft als unangenehmes Geschenk, besonders bei Frauen. Lebensstil-Konflikte sind vorprogrammiert. |
| Hessen | Unterwäsche-Set | Unterwäsche gehört zu den am häufigsten genannten „No-Go-Geschenken“ – zu intim, zu klischeehaft, zu wenig persönlich. |
| Mecklenburg-Vorpommern | Großer TV / Lautsprecher | Unterhaltungselektronik ist mit etwa 6% Verschenk-Bereitschaft unpopulär – teuer, technisch heikel und schnell veraltet. |
| Niedersachsen | Socken-Box | Socken stehen sinnbildlich für das Standard-Verlegenheitsgeschenk, das viele Befragte ausdrücklich ablehnen. Kreatives Minimum. |
| Nordrhein-Westfalen | Smartphone / Tablet | Computer, Tablets und Smartphones planen nur etwa 7% als Geschenk ein – hoher Preis, aber nicht automatisch der richtige Wunsch. |
| Rheinland-Pfalz | Küchen-„Praktik-Set“ | Auch hier greifen die bundesweiten Daten: Küchenartikel sind klare Flop-Kandidaten. Haushalt ist kein Geschenk. |
| Saarland | Heimwerker-Gutschein | Ähnlich unbeliebt wie Werkzeug selbst – funktional, aber wenig emotionaler Mehrwert. Arbeit zum Verschenken. |
| Sachsen | Selbstgebasteltes im Büro-Kontext | Was bundesweit für erwachsenes Selbstgebasteltes gilt, gilt im beruflichen Kontext noch stärker: sehr hohes Cringe-Potenzial. |
| Sachsen-Anhalt | Sammel-Deko / Nippes | Deko-Nippes taucht in Auswertungen und Medienberichten immer wieder als enttäuschendes Geschenk auf. Staub sammeln als Geschenkidee. |
| Schleswig-Holstein | Sportzubehör | Sportzubehör teilt das Schicksal der Sportartikel insgesamt: selten verschenkt, oft unpassend bei Größe und persönlichem Geschmack. |
| Thüringen | Überraschungs-Reise | Wie bei Reisen generell: Die Idee klingt romantisch, die Realität ist organisatorisch schwierig – entsprechend selten verschenkt. |
Datengrundlage: Repräsentative Umfragen von Statista/YouGov und weiteren Marktforschungsinstituten zu Geschenkpräferenzen in Deutschland 2023/2024
Unsere Infografik zum Thema unbeliebteste Geschenke nach Bundesland und Gesamt-Deutschland findest du hier:
Was man daraus lernen kann: Die Gegenstrategie
Die gute Nachricht: Wenn so klar ist, was schiefgeht, lässt sich auch ableiten, was funktioniert. Aktuelle Befragungen zeigen deutliche Präferenzen bei den beliebtesten Geschenkkategorien.
Die Top-Geschenke deutschlandweit
Im Gegensatz zu den Flop-Kategorien dominieren folgende Geschenkarten die Beliebtheitsskalen:
- Gutscheine und Bargeld: Maximal flexibel, keine Fehleinkäufe möglich – die pragmatische Lösung, die vielen am liebsten ist
- Lebensmittel und Süßwaren: Genuss ohne Verpflichtung, oft auch regional oder handwerklich hochwertig
- Spielwaren: Für Kinder natürlich, aber auch Gesellschaftsspiele für Erwachsene liegen im Trend
- Bücher: Der Klassiker, der persönlich sein kann ohne zu intim zu werden
- Kleidung: Funktioniert gut, wenn Größe und Stil bekannt sind – sonst mit Umtauschrecht
Die goldenen Regeln fürs Schenken
Erfolgreich schenken in drei Schritten
1. Persönlichkeit vor Funktion: Ein Geschenk sollte zeigen, dass du die Person kennst – nicht, dass du ihre Haushaltsausstattung optimieren willst.
2. Erlebnis schlägt Objekt: Gemeinsame Zeit, Konzerttickets oder ein besonderes Dinner werden oft mehr geschätzt als materielle Dinge.
3. Im Zweifel nachfragen: Es ist keine Schande, Wünsche zu erfragen. Besser ein gewünschtes Geschenk als eine kreative Überraschung, die im Keller landet.
Wer sich an persönlichen Wünschen, Erlebnissen und gemeinsam verbrachter Zeit orientiert, liegt statistisch deutlich besser als mit Küchenmaschine, Werkzeugkoffer oder Notfall-Socken. Das zeigen die Daten eindeutig.
Fazit: Geschenke sind überall ähnlich – und überall schwierig
Die Analyse der aktuellen Umfragedaten zeigt: Geschenk-Flops sind kein regionales Phänomen. Von Flensburg bis Füssen, von Aachen bis Görlitz – die großen Fettnäpfchen sind deutschlandweit dieselben. Unterwäsche, Socken, Küchenmaschinen, Werkzeug und schlecht gewählte Technik landen überall auf den hinteren Plätzen.
Das liegt daran, dass die Herausforderung beim Schenken eine universelle ist: Ein gutes Geschenk muss persönlich sein, ohne aufdringlich zu wirken. Es soll Wertschätzung zeigen, aber nicht funktional-pragmatisch daherkommen. Es darf überraschen, aber nicht die Vorlieben der beschenkten Person ignorieren.
Die Zuordnung zu einzelnen Bundesländern in diesem Artikel ist eine erzählerische Hilfe, um die Daten greifbarer zu machen. Die eigentliche Erkenntnis aber gilt überall: Gute Geschenke entstehen aus echter Aufmerksamkeit, nicht aus der Einkaufsliste fürs Haushaltswarengeschäft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gibt es wirklich regionale Unterschiede bei unbeliebten Geschenken?
Nein, die großen Geschenk-Flops sind deutschlandweit sehr ähnlich. Regionale Unterschiede zeigen sich eher im Ausgabeverhalten und in spezifischen Vorlieben, nicht in den grundsätzlich unbeliebten Kategorien. Socken, Unterwäsche, Küchengeräte und Werkzeug landen überall auf den hinteren Plätzen.
Warum sind praktische Geschenke wie Küchengeräte so unbeliebt?
Praktische Geschenke werden oft als „Haushaltsinvestition“ wahrgenommen, nicht als persönliche Geste der Wertschätzung. Sie signalisieren eher „du solltest effizienter arbeiten“ als „ich kenne deine Wünsche und Träume“. Geschenke sollten Freude bereiten, nicht die To-do-Liste verlängern.
Sind teure Geschenke automatisch besser?
Nein, im Gegenteil. Teure Elektronik oder überraschende Reisen schneiden in Umfragen schlecht ab, weil sie oft an den Wünschen der beschenkten Person vorbeigehen. Ein gut gewähltes, persönliches Geschenk im mittleren Preissegment wird deutlich mehr geschätzt als ein teures Fehlkauf-Risiko.
Was sind die sichersten Geschenkkategorien?
Gutscheine, hochwertige Lebensmittel, Bücher und Erlebnisgutscheine führen die Beliebtheitsskalen an. Sie bieten Flexibilität, sind schwer falsch zu wählen und zeigen dennoch persönliche Aufmerksamkeit – besonders wenn sie auf die Interessen der beschenkten Person abgestimmt sind.
Rechtliche Hinweise und Datenquellen
Datengrundlage: Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen repräsentativen Umfragen von Statista, YouGov und weiteren Marktforschungsinstituten aus den Jahren 2023 und 2024. Die Daten wurden für diesen Artikel zusammengefasst und interpretiert.
Regionale Zuordnung: Die Zuordnung einzelner Geschenkkategorien zu Bundesländern dient der narrativen Darstellung und basiert nicht auf bundeslandspezifischen Erhebungen. Die genannten Trends gelten bundesweit.
Keine Rechtsberatung: Dieser Artikel stellt keine Kaufberatung oder verbindliche Empfehlung dar. Geschenkentscheidungen sollten immer individuell und situationsabhängig getroffen werden.
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